Am 06.09.2020 wurde der Ausstellungsraum in der Burg eröffnet. Im Turmraum des Palas finden interessierte Besucher nun Informationen über die Geschichte der Burg, die jeweiligen Burgherren und die verschiedenen Bauabschnitte der Burg. Zudem kann man die zahlreichen Funde aus den vergangenen Jahrhunderten bestaunen. Informationen über die Kleidung, das Leben und Essen des Mittelalters warten ebenso auf interessierte Gäste, wie Rüstungsteile und Waffen. Derzeit ist geplant, den Ausstellungsraum an ein bis zwei Sonntagen im Monat zu öffnen. Die jeweiligen Termine werden auf der Website (www.freienfelser-ritterspiele.de) angekündigt.

Die Mitglieder des Fördervereins zur Erhaltung der Burgruine Freienfels e.V. haben sich in der Jahreshauptversammlung gestern Abend gegen die Durchführung der Freienfelser Ritterspiele im Jahr 2021 ausgesprochen. Diese Entscheidung wurde nach langer und emotionaler Diskussion getroffen und ist das Ergebnis der Abwägung vieler Faktoren.

Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine Freienfels e.V. hatte einen ganz besonderen Gast eingeladen, Dr. -Ing. Markus Fohr. Er referierte gute 2 Stunden über verschiedene Biersorten und Craftbiere.

Besonders durch die immer bekannter werdenden Ritterspiele, aber auch wegen dem Umgang mit der Burgruine und ihrer wertvollen kulturhistorischen Bausubstanz, reckt das Wahrzeichen von Freienfels immer mehr in das Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Die Burgruine wird zunehmend von Kindergärten, Schulen und sonstigen Gruppen für die Bildung in gelebter und erlebter Geschichte herangezogen.

Um den Besuchern zukünftig mehr über das Leben in der Burg und die Bedeutung einzelner Bauteile wie Schildmauer, Bergfried, Palas zu vermitteln, beschloss der Vorstand des Förderereins, Infotafeln anfertigen zu lassen.

Es war am ersten September des Jahres 2000. Da erschien der Postbote und brachte dem Vorsitzenden des Fördervereins Bernd Fremdt einen unerwarteten Brief von der Denkmalbehörde. Dieser Brief löste bei ihm einerseits große Freude aus, andererseits trieb er aber auch den Adrenalinspiegel bei Bernd hoch.

Was stand so Wichtiges in diesem Brief? In diesem Brief stand, dass die Landesbehörde dem Förderverein für die Sanierung der Ruine einen weiteren Zuschuss von 20.000 DM zur Verfügung stellt, wenn der Verein eine Maßnahme von 30.000 DM durchführt, eine Zweidrittelbezuschussung. Einen so positiv zu wertenden Bescheid hat es seit der Entstehung des Vereins noch nicht gegeben. Zuvor waren alle Bezuschussungen, für die wir sehr dankbar sind, zu 50% erfolgt, d.h. die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen mussten immer mindestens doppelt so hoch sein wie der Zuschuss, damit auch ein bewilligter Zuschuss voll ausgeschöpft werden konnte.

Sanierung der östlichen Schildmauer

Bereits 1998 wurde das Büro für Burgenforschung, Dr. Zeune, welches für sensible und denkmalverträgliche Burgsanierungen bekannt ist, vom Förderverein mit der fachlichen Betreuung der Burganlage beauftragt. Neben dem Planen, Vorbereiten und Betreuen einzelner Sanierungsabschnitte, ist eine der Hauptaufgaben des Büros, eine fachgerechte Sanierungsgrundlage zu erstellen, sowie den fachlichen Konsens mit der Denkmalbehörde herbeizuführen.